Ursprung des Kerbebaums

Besteigen des Kerbebaums
N. Brandmeier beim Besteigen des Kerbebaums

Der Ursprung des Kerbebaumes geht auf die Französische Revolution zurück. Insbesondere in den französisch besetzten Gebieten errichteten die Einwohner in vielen Gemeinden, Dörfern und Städten einen Freiheitsbaum als Zeichen des Sieges und Triumphes gegenüber dem Adel.

Danach erfolgte die Reaktion - nachdem preußische und hessische Truppen die Franzosen zurückwarfen - da sich doch manche Einwohner als zu revolutionsfreudig erwiesen hatten.

Auf einer Kirchweih in einem umliegenden Dorf wurde im Jahre 1792 ein Freiheitsbaum gesehen. Dieser war mit blauen, roten und weißen Bändern geziert. Viele Historiker sehen darin den Ursprung des Kerbebaumes.

Der Kerbebaum wurde in Ehlhalten immer am Ort, an dem gefeiert wurde, aufgestellt. Diese Plätze waren in den Vorkriegsjahren zum einen das Gasthaus „Zum Taunus" (Balzers) und zum anderen das Gasthaus „Zur Krone". Nach dem Krieg beschränkte man sich nur noch auf die „Krone", da es nur noch dort eine Gruppe Kerbeborsch gab.

Helfer beim traditionellen Aufstellen des Kerbebaums
Helfer beim traditionellen Aufstellen des Kerbebaums

Ab 1975 wurde der Kerbebaum ununterbrochen an der Dattenbachhalle aufgestellt. Seit 1975 wird der Kerbebaum traditionell durch den alten Ortskern, an der Kirche vorbei, an die Dattenbachhalle gefahren. Dort wird der Kerbebaum mit Bändern und Kranz geschmückt. Nach dem Binden der Holz - Schwalben wird der Baum nach alter Sitte mit Muskelkraft gestellt. Der Kerbeschlackes wird danach vom Kerbevadder in luftiger Höhe am Baum angebracht.

Etwa 2 Wochen nach der Kerb wird am Samstag der Kerbebaum gefällt. Dieser wird bei der Tombola während dem Kerbetanz am Montagabend verlost.

Das folgende Video zeigt das Baumfällen im Jahre 2009.

Ehlhäller Kerbebaumfällen 2009 from Max Schomburg on Vimeo.